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Klarkurs

CFDs und warum Aufsichtsbehörden warnen

Ein CFD ist eine gehebelte Wette auf eine Kursdifferenz, ohne den Wert selbst zu besitzen. Anbieter müssen offenlegen, welcher Anteil ihrer Privatkunden verliert, und diese Zahlen liegen regelmäßig bei etwa 70 bis 80 Prozent.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Bei einem CFD kaufst du nichts. Du schließt einen Vertrag mit einem Anbieter darüber, wer wem die Kursdifferenz zahlt. Deshalb heißt es Differenzkontrakt.

Das klingt harmlos und ist es nicht, weil CFDs fast immer gehebelt angeboten werden. Damit gilt alles aus den beiden vorherigen Lektionen, nur mit einer Besonderheit: Dein Vertragspartner ist der Anbieter selbst.

Der bemerkenswerteste Fakt steht auf jeder CFD-Werbung, weil die Aufsicht es vorschreibt. Dort steht, welcher Anteil der Privatkunden dieses Anbieters Geld verliert. Diese Zahl liegt fast immer zwischen 70 und 80 Prozent.

Lies diesen Satz noch einmal. Das ist keine kritische Studie, das ist die Pflichtangabe des Anbieters über seine eigenen Kunden. Kein anderes Finanzprodukt muss so etwas ausweisen, und bei keinem anderen wäre die Zahl so eindeutig.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Bei einem CFD besitzt du nichts, du hast einen Vertrag mit dem Anbieter.
  • Die Pflichtangabe der Verlustquote stammt vom Anbieter selbst.
  • Laufende Finanzierungskosten machen längeres Halten systematisch teuer.

Hast du es verstanden?

Was besitzt du beim Kauf eines CFDs?

Nichts. Du hast einen Vertrag über die Zahlung einer Kursdifferenz mit dem Anbieter.

Woher stammt die Verlustquote in der Werbung?

Vom Anbieter selbst. Es ist eine aufsichtsrechtliche Pflichtangabe über seine eigenen Privatkunden.

Welcher Interessenkonflikt kann bestehen?

Wenn der Anbieter die Gegenposition selbst hält, werden Kundenverluste zu seinen Erträgen.

Quellen und Weiterlesen

  • Pflichtangaben zur Verlustquote von Privatkunden gemäß den Vorgaben europäischer Finanzaufsichtsbehörden.

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