Ein Depot eröffnen
Die Eröffnung dauert meist unter einer halben Stunde. Wichtig sind die Identitätsprüfung, das Verrechnungskonto und die Einstufung deiner Erfahrung.
Der Ablauf ist überall ähnlich. Du füllst ein Formular mit deinen Daten aus, weist deine Identität nach, richtest ein Verrechnungskonto ein und beantwortest Fragen zu deiner Erfahrung.
Die Identitätsprüfung läuft per Video, per Foto des Ausweises oder in der Postfiliale. Halte deinen Ausweis bereit und sorge für gutes Licht, dann dauert es Minuten.
Bei den Erfahrungsfragen gibt es eine Versuchung: mehr anzukreuzen, als stimmt, damit man mehr handeln darf. Tu das nicht. Diese Einstufung ist kein Test, sondern ein Schutz. Sie sperrt dir riskante Produkte, und genau das willst du am Anfang.
Danach überweist du Geld auf das Verrechnungskonto. Fang klein an. Die erste Überweisung dient dazu, den Ablauf kennenzulernen, nicht dazu, sofort investiert zu sein.
Die Identitätsprüfung folgt geldwäscherechtlichen Vorgaben und ist nicht verhandelbar. Die anschließende Angemessenheitsprüfung beruht auf regulatorischen Vorgaben zum Anlegerschutz und verpflichtet den Anbieter, Kenntnisse und Erfahrungen zu erheben und bei nicht angemessenen Produkten zu warnen. Falsche Angaben entwerten diesen Schutz und können die Durchsetzbarkeit späterer Ansprüche beeinträchtigen.
Beim Verrechnungskonto ist zwischen internen Konten beim Broker und externen Referenzkonten zu unterscheiden. Auszahlungen erfolgen aus Sicherheitsgründen üblicherweise nur auf ein hinterlegtes Referenzkonto auf denselben Namen. Diese Beschränkung ist ein Schutzmerkmal, kein Nachteil.
Steuerlich relevant ist bei inländischen Depots die Erteilung eines Freistellungsauftrags bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags sowie gegebenenfalls einer Nichtveranlagungsbescheinigung. Bei ausländischen Depots erfolgt in der Regel kein automatischer Steuerabzug, wodurch die Erklärungspflicht vollständig beim Anleger liegt. Diese Unterscheidung ist der praktisch wichtigste Unterschied zwischen inländischen und ausländischen Anbietern.
Drei Sätze zum Mitnehmen
- Die Erfahrungsfragen ehrlich beantworten, sie sind ein Schutz.
- Auszahlungen gehen nur auf ein Referenzkonto auf deinen Namen.
- Bei ausländischen Depots liegt die Steuererklärung vollständig bei dir.
Hast du es verstanden?
Warum sollte man die Erfahrungsfragen ehrlich beantworten?
Weil sie einen aufsichtsrechtlichen Schutz auslösen, der riskante Produkte sperrt oder mit Warnungen versieht.
Wohin kannst du dir Geld auszahlen lassen?
In der Regel nur auf ein hinterlegtes Referenzkonto, das auf deinen Namen lautet.
Was ist der wichtigste steuerliche Unterschied bei ausländischen Depots?
Es erfolgt meist kein automatischer Steuerabzug, die Erklärungspflicht liegt vollständig bei dir.
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