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Zerotoinvest

Fundamental- und technische Analyse

Die Fundamentalanalyse fragt, was etwas wert ist. Die technische Analyse fragt, was der Preis gerade macht. Beide beantworten verschiedene Fragen und taugen für verschiedene Zeiträume.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Fundamental heißt: Du schaust dir das Unternehmen an. Umsatz, Gewinn, Schulden, Wettbewerb. Daraus schätzt du, was es wert ist, und vergleichst mit dem Preis.

Technisch heißt: Du schaust dir nur den Kurs an. Was hat er zuletzt gemacht, wo gab es Wendepunkte, wie viel wurde gehandelt. Das Unternehmen selbst spielt keine Rolle.

Beide haben ihren Ort. Fundamental ist für lange Zeiträume brauchbar, weil sich der Preis dort am Zustand der Firma orientiert. Technisch zielt auf kurze Zeiträume, in denen Stimmung und Positionierung dominieren.

Was du unbedingt wissen solltest: Die technische Analyse ist umstritten, und viele ihrer Aussagen halten einer Überprüfung nicht stand. Sie ist keine Wissenschaft, sondern eine Sammlung von Beobachtungen unterschiedlicher Qualität. In dieser Stufe lernst du sie kennen und lernst gleichzeitig, wo ihre Grenzen liegen.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Fundamental fragt nach dem Wert, technisch nach dem Preisverlauf.
  • Fundamental wirkt langfristig, technisch zielt auf kurze Zeiträume.
  • Prüfbare Regeln lassen sich bewerten, im Nachhinein erkennbare Muster nicht.

Hast du es verstanden?

Worin liegt die Hauptschwäche der Fundamentalanalyse?

In der Empfindlichkeit gegenüber Annahmen zu Wachstum und Diskontsatz. Das Ergebnis ist eine Bandbreite, keine Zahl.

Welcher technische Ansatz hält empirischer Prüfung am ehesten stand?

Momentum. Für den Großteil der klassischen Chartmuster ist die Befundlage schwach.

Welche Unterscheidung ist praktisch am wichtigsten?

Zwischen prüfbaren Regeln und Aussagen, die erst im Nachhinein eindeutig werden.

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