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Klarkurs

Shortselling

Beim Leerverkauf leiht man sich Wertpapiere, verkauft sie und kauft sie später zurück. Der mögliche Gewinn ist begrenzt, der mögliche Verlust nicht.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Du leihst dir eine Aktie, verkaufst sie für hundert Euro und hoffst, sie später für achtzig zurückkaufen zu können. Die Differenz ist dein Gewinn, abzüglich Leihgebühr.

Das Ungleichgewicht ist der Kern: Eine Aktie kann höchstens auf null fallen, also ist dein Gewinn auf hundert Euro begrenzt. Nach oben gibt es keine Grenze, also ist dein Verlust unbegrenzt.

Dazu kommt der Zeitdruck. Du zahlst laufend Leihgebühren, und der Verleiher kann die Papiere zurückfordern. Du kannst also gezwungen sein zu schließen, auch wenn du recht behalten würdest.

Und es gibt den Short Squeeze: Wenn viele auf fallende Kurse gesetzt haben und der Kurs steigt, müssen alle gleichzeitig zurückkaufen. Das treibt den Kurs weiter und kann in kurzer Zeit ein Vielfaches des Einsatzes kosten.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Gewinn begrenzt, Verlust theoretisch unbegrenzt.
  • Leihgebühren und Rückrufbarkeit erzeugen Zeitdruck.
  • Ein Short Squeeze funktioniert wie eine Liquidationskaskade nach oben.

Hast du es verstanden?

Warum ist der Verlust beim Leerverkauf unbegrenzt?

Weil der Kurs beliebig steigen kann, während er nur bis null fallen kann.

Welches Risiko besteht unabhängig vom Kurs?

Der Rückruf der geliehenen Papiere und damit eine erzwungene Schließung.

Wodurch entsteht ein Short Squeeze?

Deckungskäufe bei steigendem Kurs verstärken den Anstieg, besonders bei hohem Leerverkaufsanteil und geringer Liquidität.

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