Strategiearten
Verbreitete Strategiearten, eingeordnet anhand der akademischen Literatur. Diese Seite erklärt, wie eine Strategie funktioniert, was die Forschung dazu findet und wo die Schwächen liegen. Sie sagt dir nicht, was du kaufen sollst, und nennt keine Signale oder Parameter zum Nachhandeln.
Strategiearten im Überblick
Ein Überblick über die verbreiteten Strategiefamilien: Momentum, Mean Reversion, Value-Screening, Pairs Trading und automatisierte Bots. Bildung, keine Anleitung zum Nachhandeln.
Momentum und Trendfolge
Wertpapiere, die zuletzt gut liefen, liefen im Schnitt über die folgenden Monate weiter überdurchschnittlich. Der Effekt ist gut belegt, geht aber mit scharfen Einbrüchen einher und schwächt sich nach Bekanntwerden ab.
Mean Reversion
Wo Momentum auf Fortsetzung setzt, setzt Mean Reversion auf Umkehr: Wer zuletzt extrem stark oder schwach lief, kehrt tendenziell zum Mittelwert zurück. Der Effekt zeigt sich auf sehr kurzen und auf sehr langen Zeiträumen, aber kaum auf mittleren.
Value-Investing als systematische Strategie
Aktien mit niedrigem Kurs im Verhältnis zum Buchwert schlugen historisch teurere Aktien. Die Value-Prämie ist eine der am längsten bekannten Anomalien, ihre Existenz und Größe werden aber seit Jahren kontrovers diskutiert.
Pairs Trading und statistische Arbitrage
Zwei sich normalerweise ähnlich bewegende Wertpapiere werden gehandelt, sobald sie auseinanderlaufen, in der Erwartung, dass sich der Abstand wieder schließt. Historisch gut belegt, mit klar dokumentiertem Rückgang der Profitabilität seit den frühen 2000er-Jahren.
Grid-Trading- und DCA-Bots
Ein Grid-Bot legt eine Leiter aus Kauf- und Verkaufsaufträgen über eine Preisspanne und verdient an jeder Schwankung. Das funktioniert nur, solange der Kurs in der Spanne bleibt, und versagt genau dann, wenn ein Markt stark in eine Richtung läuft.