Zum Inhalt springen
Klarkurs

Automatisierter Handel

Automatisierung beseitigt emotionale Fehler und ersetzt sie durch technische. Sie ist nützlich für die Disziplin und löst nicht das Problem, überhaupt eine tragfähige Strategie zu haben.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Ein Programm hält sich an Regeln, auch nachts und auch nach drei Verlusten. Das ist der echte Vorteil gegenüber einem Menschen, und er ist nicht klein.

Was Automatisierung nicht kann: eine schlechte Strategie gut machen. Ein Programm führt einen negativen Erwartungswert nur zuverlässiger aus. Die Frage nach der Strategie steht also weiterhin vor allem anderen.

Dazu kommen neue Fehlerquellen. Verbindungsabbrüche, falsche Ordergrößen durch einen Tippfehler, eine Schnittstelle, die sich ändert, ein Programm, das nach einem Absturz doppelt kauft. Solche Fehler passieren schnell und in großem Umfang.

Und eine Warnung zu gekauften Bots: Wenn jemand ein Programm verkauft, das zuverlässig Geld verdient, stellt sich die Frage, warum er es verkauft statt es zu benutzen. Diese Frage hat noch niemand überzeugend beantwortet.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Automatisierung löst das Disziplinproblem, nicht das Strategieproblem.
  • Technische Fehler wirken schnell und in großem Umfang.
  • Wer eine funktionierende Strategie hätte, würde sie nicht verkaufen.

Hast du es verstanden?

Worin liegt der echte Nutzen der Automatisierung?

In der Beseitigung der Abweichung zwischen definierter und tatsächlich ausgeführter Strategie.

Welche Absicherungen braucht ein automatisiertes System?

Begrenzung von Ordergröße und Anzahl, Positionsabgleich, definiertes Verhalten bei Verbindungsverlust und einen Notausschalter.

Warum ist der Verkauf eines Handelssystems ein Warnzeichen?

Weil Erträge einer funktionierenden Strategie mit dem Kapital skalieren, Softwareverkauf dagegen mit der Kundenzahl.

Passt dazu