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Klarkurs

Not your keys, not your coins

Wer die Schlüssel nicht selbst hält, besitzt keine Coins, sondern ein Versprechen. Mehrere große Plattformzusammenbrüche haben genau das bewiesen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Der Satz klingt nach Szene-Spruch und ist eine sehr konkrete Warnung. Wenn deine Coins auf einer Plattform liegen, gehören sie dir nicht im rechtlichen Sinn. Du hast einen Anspruch gegen ein Unternehmen.

Solange alles gut geht, merkt man den Unterschied nicht. Man sieht seinen Bestand, kann handeln, kann auszahlen. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn das Unternehmen in Schieflage gerät.

Das ist mehrfach passiert. Große Plattformen sind zusammengebrochen, Auszahlungen wurden eingefroren, und Kunden standen mit einer Forderung im Insolvenzverfahren da statt mit ihrem Guthaben.

Die Konsequenz ist unbequem, weil Selbstverwahrung Arbeit macht und Fehler bestraft. Aber die Wahl ist nicht bequem gegen unbequem, sondern Gegenparteirisiko gegen Eigenverantwortung. Beides hat Kosten, und du solltest bewusst wählen.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Coins auf einer Plattform sind ein Anspruch, kein Besitz.
  • Zinsen auf hinterlegte Coins bedeuten immer Weiterverwendung.
  • Selbstverwahrung tauscht Gegenparteirisiko gegen eigene Sorgfaltspflicht.

Hast du es verstanden?

Was besitzt du, wenn deine Coins auf einer Börse liegen?

Meist einen schuldrechtlichen Anspruch gegen das Unternehmen, nicht die Coins selbst.

Was bedeutet ein Zinsangebot auf hinterlegte Coins?

Dass die Bestände weiterverwendet werden. Ohne Weiterverwendung gibt es keinen Ertrag.

Welches Risiko tauschst du bei Selbstverwahrung ein?

Das Gegenparteirisiko gegen das Risiko eigener Fehler wie Schlüsselverlust oder Phishing.

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