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Zerotoinvest

Wie viel Verlust hältst du aus

Risikotoleranz hat zwei Teile: was du finanziell verkraften kannst und was du nachts aushältst. Der kleinere der beiden Werte gilt.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Alle sind risikofreudig, solange die Kurse steigen. Die ehrliche Frage lautet nicht, wie viel Gewinn du willst, sondern wie viel Minus du aushältst, ohne zu verkaufen.

Rechne es in Euro aus, nicht in Prozent. Bei 20.000 Euro im Depot bedeutet ein üblicher Rückgang von 40 Prozent, dass dort für eine Weile 12.000 stehen. Nicht kurz, sondern womöglich zwei Jahre.

Wenn dich diese Zahl nicht schlafen lässt, ist dein Anteil an schwankenden Anlagen zu hoch. Das ist kein Charakterfehler, sondern eine nützliche Information.

Es gibt zwei Seiten der Toleranz. Die eine ist finanziell: Was passiert mit deinem Leben, wenn das Geld schrumpft? Die andere ist seelisch: Wie fühlst du dich dabei? Beide zählen, und die niedrigere Zahl entscheidet.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Rechne Rückgänge in Euro, nicht in Prozent.
  • Es gilt die kleinere der beiden Zahlen: verkraften und aushalten.
  • Schreib deine Grenze auf, solange es ruhig ist.

Hast du es verstanden?

Was ist der Unterschied zwischen Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft?

Tragfähigkeit ist objektiv und hängt an Einkommen, Vermögen und Zeit. Bereitschaft ist die emotionale Belastbarkeit. Es gilt der niedrigere Wert.

Warum ist ein Risikotest in guten Börsenzeiten unzuverlässig?

Weil die geäußerte Toleranz stark von der jüngsten Marktentwicklung beeinflusst wird.

Welche Größenordnung an Rückgang sollte man bei breiten Aktienmärkten einplanen?

Historisch traten mehrfach Rückgänge von etwa 40 bis 55 Prozent auf, mit Erholungsphasen über mehrere Jahre.

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