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Warum aktive Fonds meist schlechter abschneiden

Aktive Fonds versuchen, den Markt zu schlagen, und verlangen dafür deutlich höhere Gebühren. Über lange Zeiträume schafft es nur eine Minderheit, und welche das sein wird, lässt sich vorher nicht erkennen.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Ein aktiver Fonds hat einen Manager, der Aktien auswählt. Dafür verlangt er meist zwischen einem und zwei Prozent im Jahr, manchmal zusätzlich einen Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent beim Kauf.

Das Problem ist einfache Arithmetik. Alle Anleger zusammen sind der Markt. Vor Kosten erzielen sie also die Marktrendite. Nach Kosten liegen sie zwangsläufig darunter, und wer mehr Kosten hat, liegt weiter darunter.

Über lange Zeiträume schlägt deshalb nur eine Minderheit der aktiven Fonds ihren Vergleichsindex. Über zehn und mehr Jahre wird diese Minderheit sehr klein. Und die Fonds, die es schaffen, sind selten dieselben wie im Jahrzehnt davor.

Damit bleibt für dich das eigentliche Problem: Du müsstest heute wissen, welcher Fonds in zwanzig Jahren zu den wenigen gehört. Die Vergangenheit hilft dabei kaum weiter. Deshalb ist die Empfehlung für Anfänger fast immer der Index.

Index-ETF und aktiv gemanagter Fonds
Index-ETFAktiver Fonds
Auswahl der Titelbildet den Index abein Manager wählt aus
Laufende Kostenoft 0,05 bis 0,3 %häufig 1 bis 2 %
Ausgabeaufschlagkeinerbis zu 5 % möglich
Handelbörslich, jederzeitmeist einmal täglich
TransparenzBestand täglich einsehbarmeist quartalsweise
ZielMarktrendite erreichenMarkt schlagen
Über 10 Jahreliegt beim Index98 % blieben zuletzt darunter
Der wichtigste Unterschied steht in der letzten Zeile.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Vor Kosten sind alle Anleger zusammen der Markt, nach Kosten liegen sie darunter.
  • Über zehn Jahre und mehr schlägt nur eine Minderheit der aktiven Fonds ihren Index.
  • Frühere Überrendite sagt künftige kaum vorher.

Hast du es verstanden?

Warum ist das Argument gegen aktive Fonds arithmetisch und nicht empirisch?

Weil alle aktiven Portfolios zusammen den Markt ergeben. Nach Kosten müssen sie im Durchschnitt zwangsläufig zurückliegen.

Was ist der Survivorship Bias in dieser Statistik?

Geschlossene oder verschmolzene Fonds verschwinden aus den Auswertungen, wodurch die aktive Seite besser aussieht, als sie war.

Hilft die Vergangenheit bei der Auswahl eines guten Fonds?

Kaum. Die Beständigkeit früherer Überrenditen ist empirisch schwach.

Quellen und Weiterlesen

  • Die SPIVA-Berichte von S&P Dow Jones Indices veröffentlichen laufend Vergleiche aktiver Fonds mit ihren Vergleichsindizes.

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