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Klarkurs

Was ein ETF ist

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der einen ganzen Markt abbildet, statt einzelne Titel auszuwählen. Mit einem einzigen Kauf hältst du Anteile an hunderten oder tausenden Firmen.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Statt zu raten, welche Firma gewinnt, kaufst du beim ETF einfach alle. Ein ETF auf einen breiten Weltindex enthält Anteile an über tausend Unternehmen in dutzenden Ländern.

Der Vorteil ist Streuung. Geht eine einzelne Firma pleite, merkst du das kaum. In deinem Korb sind neunhundertneunundneunzig andere. Das Risiko, alles zu verlieren, verschwindet damit praktisch.

Der zweite Vorteil sind die Kosten. Ein ETF muss niemanden bezahlen, der Aktien auswählt. Er kauft einfach, was im Index steht. Deshalb liegen die laufenden Kosten oft bei 0,1 bis 0,3 Prozent statt bei 1,5 Prozent.

Was ein ETF nicht ist: sicher. Fällt der Gesamtmarkt um vierzig Prozent, fällt dein ETF ungefähr mit. Er nimmt dir das Risiko einer einzelnen Firma ab, nicht das Risiko des Marktes. Wer das verwechselt, erlebt den ersten Rückgang als Betrug.

Was Streuung bringt und wo sie aufhört. Die ersten Positionen bringen fast den ganzen Nutzen. Das Marktrisiko bleibt übrig.Marktrisiko, bleibtEinzelwertrisiko, verschwindetAnzahl der PositionenSchwankung
Was Streuung bringt und wo sie aufhört Die ersten Positionen bringen fast den ganzen Nutzen. Das Marktrisiko bleibt übrig.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Ein ETF streut über viele Firmen und nimmt dir das Einzelwertrisiko ab.
  • Er nimmt dir nicht das Marktrisiko ab, Rückgänge machst du voll mit.
  • Die Tracking-Differenz sagt mehr aus als die reine Kostenquote.

Hast du es verstanden?

Welches Risiko nimmt dir ein breiter ETF ab und welches nicht?

Das Risiko einzelner Unternehmen nimmt er dir ab, das Risiko des Gesamtmarkts nicht.

Was passiert mit deinem ETF, wenn der Anbieter pleitegeht?

Nichts. Ein ETF ist Sondervermögen und fällt nicht in die Insolvenzmasse.

Warum ist die Tracking-Differenz aussagekräftiger als die Kostenquote?

Weil sie die tatsächliche Abweichung vom Index misst und dabei auch Erträge aus Wertpapierleihe und steuerliche Effekte erfasst.

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