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Klarkurs

Gold und Edelmetalle

Gold wirft keine Erträge ab, sondern hofft auf einen höheren Preis. Es hat historisch Kaufkraft über sehr lange Zeiträume erhalten, aber mit Phasen von Jahrzehnten ohne reale Rendite.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Eine Firma erwirtschaftet Gewinn, eine Anleihe zahlt Zinsen, eine Wohnung bringt Miete. Gold macht nichts davon. Es liegt da. Dein Gewinn kann nur daraus kommen, dass jemand später mehr dafür zahlt.

Trotzdem hat Gold eine lange Geschichte als Wertaufbewahrung. Es ist knapp, unzerstörbar, weltweit akzeptiert und keiner Regierung unterworfen. In Krisen, in denen Vertrauen in Währungen schwindet, steigt es oft.

Der Haken sind die Zwischenzeiten. Es gab Phasen von zwanzig Jahren und mehr, in denen Gold real deutlich verloren hat. Wer 1980 kaufte, musste sehr lange warten.

Praktisch: Physisches Gold kostet Aufschlag beim Kauf und Lagerung, bringt aber keine Gegenparteirisiken mit. Ein üblicher Anteil im Depot liegt bei fünf bis zehn Prozent, gedacht als Versicherung, nicht als Renditequelle.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Gold erwirtschaftet nichts, sein Preis hängt allein an der Nachfrage.
  • Es kann jahrzehntelang real verlieren.
  • Sein Nutzen im Depot liegt in der niedrigen Korrelation, nicht in der Rendite.

Hast du es verstanden?

Warum lässt sich Gold nicht wie eine Aktie bewerten?

Weil es keinen Zahlungsstrom gibt, aus dem sich ein Barwert berechnen ließe.

Wie wirken steigende Realzinsen auf den Goldpreis?

Sie erhöhen die Opportunitätskosten des Haltens und belasten den Preis tendenziell.

Worin liegt der Portfolionutzen von Gold?

In der niedrigen und teils negativen Korrelation zu Aktien, nicht in einer erwarteten Rendite.

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