Zum Inhalt springen
Klarkurs

Rohstoffe

Rohstoffe wie Öl, Kupfer oder Weizen lassen sich kaum direkt lagern, weshalb Anleger über Terminkontrakte investieren. Deren Mechanik führt zu Kosten, die viele Anfänger überraschen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Man kann schwerlich ein Fass Öl in den Keller stellen. Anleger investieren deshalb über Terminkontrakte, also Verträge auf eine Lieferung in der Zukunft.

Diese Verträge laufen aus und müssen laufend durch neue ersetzt werden. Wenn der neue Vertrag teurer ist als der alte, kostet dieser Wechsel jedes Mal Geld. Über Jahre kann ein Rohstofffonds dadurch verlieren, obwohl der Rohstoffpreis gestiegen ist.

Dieser Effekt ist der Grund, warum viele Anleger mit Rohstoffprodukten schlechte Erfahrungen machen. Sie haben auf den richtigen Preis gesetzt und trotzdem verloren.

Rohstoffe erwirtschaften außerdem keine Erträge. Wie Gold hängen sie allein am Preis. Für die meisten Privatanleger sind sie deshalb kein notwendiger Baustein, zumal Rohstoffunternehmen bereits in jedem breiten Aktien-ETF enthalten sind.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Rohstoffe werden über Terminkontrakte gehalten, die laufend erneuert werden müssen.
  • Bei Contango kostet jede Erneuerung Geld, auch wenn der Preis gleich bleibt.
  • Rohstofffirmen sind in jedem breiten Aktien-ETF ohnehin enthalten.

Hast du es verstanden?

Was bedeutet Contango?

Spätere Terminkontrakte notieren teurer als frühere. Jede Erneuerung der Position kostet dann Geld.

Kann ein Rohstofffonds verlieren, obwohl der Rohstoff teurer wird?

Ja. Die negative Rollrendite kann den Anstieg des Spotpreises aufzehren.

Sind Rohstoffe ein verlässlicher Inflationsschutz?

Der Befund ist gemischt und hängt stark von Zeitraum und Zusammensetzung des Index ab.

Passt dazu