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Klarkurs

Währungsrisiko

Bei ausländischen Anlagen schwankt neben dem Kurs auch die Währung. Entscheidend ist die Währung der enthaltenen Werte, nicht die Handelswährung des Fonds.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Wer einen ETF auf US-Aktien kauft, macht zwei Wetten gleichzeitig: auf die Aktien und auf den Dollar. Steigen die Aktien um zehn Prozent und fällt der Dollar um zehn Prozent, hast du in Euro ungefähr nichts gewonnen.

Ein häufiges Missverständnis: Wenn der ETF in Euro notiert und in Euro gehandelt wird, ist das Währungsrisiko nicht weg. Entscheidend ist, in welcher Währung die enthaltenen Unternehmen ihr Geschäft machen, nicht in welcher Währung du das Papier kaufst.

Es gibt währungsgesicherte Varianten. Sie nehmen die Währungsschwankung weitgehend heraus, kosten dafür aber laufend Geld, meist grob im Bereich der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen.

Für langfristige Aktienanlagen sichern die meisten nicht ab. Währungsschwankungen gleichen sich über sehr lange Zeiträume tendenziell teilweise aus, und die Sicherungskosten fallen sicher an, während der Nutzen unsicher ist. Bei Anleihen ist die Abwägung anders, weil dort die Währungsschwankung die eigentliche Rendite leicht überdecken kann.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Die Notierungswährung eines ETF sagt nichts über sein Währungsrisiko.
  • Sicherung kostet ungefähr die Zinsdifferenz, dauerhaft.
  • Bei Aktien sichern die wenigsten, bei Anleihen ist die Abwägung anders.

Hast du es verstanden?

Verschwindet das Währungsrisiko, wenn ein ETF in Euro notiert?

Nein. Entscheidend ist die wirtschaftliche Exposition der enthaltenen Unternehmen, nicht die Notierungswährung.

Was kostet eine Währungssicherung ungefähr?

Näherungsweise die Zinsdifferenz zwischen den beteiligten Währungen, und zwar laufend.

Warum ist die Abwägung bei Anleihen anders als bei Aktien?

Weil die Währungsschwankung dort die vergleichsweise geringe Rendite leicht überdecken kann.

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