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Klarkurs

Overtrading und Rachetrading

Zu häufiges Handeln kostet Gebühren und erzeugt Fehlerquellen. Der Rachetrade nach einem Verlust ist die gefährlichste Form davon und beendet regelmäßig ganze Konten.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-03

Jeder Trade kostet Spread und Gebühren. Wer täglich handelt, zahlt diese Kosten hundertfach im Jahr. Schon das macht aus einer neutralen Strategie eine verlustbringende.

Dazu kommt der psychologische Teil. Wer ständig handelt, sitzt ständig vor dem Bildschirm, wird müde, und müde Menschen treffen schlechtere Entscheidungen. Das ist gut untersucht.

Der gefährlichste Fall ist der Rachetrade: Nach einem Verlust sofort wieder rein, größer als vorher, um es zurückzuholen. Das fühlt sich entschlossen an und ist die zuverlässigste Art, ein Konto zu leeren.

Wenn du merkst, dass du gerade handelst, um dich besser zu fühlen, statt weil eine Regel es sagt, ist das das Signal aufzuhören. Nicht später, sondern in dem Moment. Eine feste Regel hilft: Nach zwei Verlusten am selben Tag ist Schluss.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Kosten skalieren linear mit der Handelsfrequenz.
  • Nach einem Verlust müsste der Einsatz sinken, nicht steigen.
  • Handeln, um sich besser zu fühlen, ist das Signal aufzuhören.

Hast du es verstanden?

Warum ist der Rachetrade das Gegenteil von wachstumsoptimalem Verhalten?

Weil der optimale Einsatz proportional zum Kapital ist und nach einem Verlust sinken müsste, nicht steigen.

Wie stark wirken Handelskosten bei hoher Frequenz?

Linear mit der Frequenz. Sie können eine typische erwartete Risikoprämie weitgehend aufzehren.

Welche Regel schützt an schlechten Tagen?

Ein festes Tagesverlustlimit oder eine maximale Zahl von Trades, unabhängig von der Einschätzung im Moment.

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